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Die Ursachen für die o.g Bankgründungen lagen in der Übervorteilung der (bei Raiffeisen) ländlichen Bevölkerung durch private Geldverleiher und analog der städtischen Handwerker bei (Schultze-Delitsch). Diese hatten durch Wucherzinsen einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung in den Ruin getrieben. Zwar sind Wucherzinsen heute nicht das Problem, doch ist die Austauschleistung der herrschenden Währung derart gestört, dass immer grösser werdende Teile der Bevölkerung nicht mehr am Arbeitsleben teilnehmen können. Geldsystembedingte Liquiditätsmängel lassen reihenweise Unternehmen in den Konkurs gehen, die „nur“ den Kredit bei Ihrer Bank gekündigt bekommen haben, obwohl sie ansonsten über Jahre wirtschaftlich gehaushaltet haben (klassischer Teufelskreis). Warum wir ein funktionsfähiges Geld benötigen, liegt auf der Hand. Wenn jemand eine Leistung anbietet, darf die Transaktion zu dem Abnehmer der Leistung nicht dadurch behindert werden, dass das Tauschmedium nicht zur Verfügung steht. Dieses muss einfach jederzeit verfügbar sein. Geld darf keine Ware mehr sein mit der jederman beliebig spekulieren kann, sondern lediglich ein unparteiisches Medium für den Transport von Werten in der Zeit. Damit Geld langfristig funktionieren kann, bedarf es eines verlässlichen Wertmaßstabes. Das bedeutet, dass wir wissen müssen, welchen realen Gegenwert unsere Ersparnisse in z.B. 30 Jahren haben werden. Im internationalen Geldwesen herrscht hingegen eine ausgewiesene Maßlosigkeit. Stellen Sie sich doch einmal vor, was passieren würde, wenn im Bauwesen der Maßstab einem Gummiband gleichen würde. Heute noch 1 Meter lang und morgen nur noch 90 cm oder auch schon 110 cm. Der Bauherr würde seine Handwerker auf ein einheitliches Mass verpflichten, um z.B. die Anlieferung samt Einbauversuch zu grosser Fenster zu verhindern. Übertragen Sie dieses auf das Geldwesen, werden Sie feststellen, dass eine allgemein verbindliche Wertgrösse tatsächlich nicht existiert. So kann es ihnen passieren, dass Ihr heute auf dem Sparkonto hinterlegtes Geld in 30 Jahren durch geldpolitische Massnahmen nur noch reale Kaufkraft in Höhe von möglicherweise 35 % des ursprünglich eingezahlten aufweist. Wenn sich nun eine Region auf einen allgemein akzeptierten Wertmaßstab einigt, ist es vollkommen ausreichend, die gewünschten Transaktionen bankmässig zu verbuchen, eine Kontrolle der Wirtschaft durch eine Notenbank ist nicht nur überflüssig, sondern auch kontraproduktiv. Die gewerberechtliche Überwachung der Bankinstiute ist hiervon selbstverständlich ausgenommen. In der Hansestadt Hamburg hatten beispielsweise die Hamburger Kaufleute bis zum Jahre 1873 eine eigene Währung mit dem Namen "marc banco". Diese wurde lediglich von den teilnehmenden Kaufleuten untereinander genutzt, wobei natürlich auch die zu der Zeit zahlreichen überseeischen Transaktionen darüber abgewickelt wurden. Diese Währung war eine reine Giro-Währung, wurde also nur von Konto zu Konto verbucht - es wurde kein Papiergeld herausgegeben. In dieser Währung gab es systembedingt keine Inflation oder Deflation, da diese nur bei Papiergeldwährungen mit entsprechender Notenbankmanipulation auftreten können. Umsetzung |